Apulien, ein Sommer in Italien

Pastelliges Orange oder Beige, sanftes T√ľrkis, goldgelbe Bl√§tter ¬†in der Abendsonne und viel Wei√ü. Wei√ügekalkte H√§userw√§nde √ľberall in Apulien, nur nicht in Lecce. Das sind die Nunancen, die sich mir w√§hrend unseres Aufenthaltes in Apulien festgebrannt haben. Abgesehen von einem Winterurlaub in S√ľdtirol vor Urzeiten, war dies mein erster „richtiger“ Italienurlaub. La dolce Vita aus dem Bilderbuch und viele sich erf√ľllende Klischees, das trifft auf den Stiefelabsatz Italiens zu. Nonnas, die hinter verblichenen Spitzengardinen geschirrklappernd Pasta zubereiteten. √úberall kleine Fiats alt und neu, die sich entweder die Verkehrsregeln v√∂llig missachtend durch enge Stra√üen schl√§ngeln oder aber welche, die sich im besten Sonntagsfahrertempo √ľber staubige Feldwege schleppen.

Eingemietet haben wir uns f√ľr eine Woche in einer richtigen Trulli-Unterkunft, dem Bed & Breakfast Lemoredinella irgendwo im Itria-Tal nahe der Stadt Monopoli. Trulli, das sind die putzigen kleinen wei√üen Rundh√§uschen mit den spitz zulaufenden Steind√§chern, die √ľberall im Itria-Tal verstreut liegen. Fr√ľher waren das mal „Arme-Leute-H√§user“, inzwischen sind sie charakteristisches Wahrzeichen der Gegend. Alberobello, die Stadt in der ein ganzes Stadtviertel nur aus Trulli besteht, ist seit 1996 deswegen gar zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt worden.

Aber Apulien hat selbstverst√§ndlich mehr zu bieten. Hier also eine kleine Auswahl an sch√∂nen Orten. Wohlgemerkt habe ich vieles nicht gesehen. So w√§re ich gerne ganz im Norden in den Gargano gefahren. Das ist quasi der Fersensporn italiens bestehend aus einem gr√ľnen h√ľgeligen Nationalpark, wundersch√∂nen Buchten mit t√ľrkisblauem Wasser und kleinen St√§dtchen. Auch h√§tte ich gerne einen Abstecher bis ganz in den S√ľden in den Salento gemacht. Viel weiter als bis Lecce (siehe unten) sind wir leider nicht gekommen. Was man sich, meines Erachtens, nicht unbedingt angucken muss ist Bari, die Hauptstadt Apuliens. Teils sehr modern mit den √ľblichen Shoppingketten, die wir auch aus anderen europ√§ischen gr√∂√üeren St√§dten kennen und dann ist da die Altstadt, Bari Vecchia, die aus sehr vielen, sehr engen Gassen besteht, die mal mehr mal weniger dreckig sind. √úberall h√§ngt W√§sche an den Fenstern und √ľberall ruft irgendwer, immer f√§hrt ein ein Motorad durch die Gassen und wirklich sch√∂ne Caf√©s oder L√§den habe ich nicht gefunden.

Lecce

Das barocke Lecce liegt im Salento, dem s√ľdlichsten Teil Apuliens bestehend aus der Halbinsel, die den Stiefelabsatz bildet. W√ľrde ich noch einmal nach Apulien fahren w√ľrde ich in den Salento fahren. Man darf die Entfernungen nicht untersch√§tzen, denn vom Itria-Tal bis nach Lecce fuhren wir fast 200 km. Lecce ist ganz anders als die anderen St√§dte Apuliens und √ľberrascht mit eleganten barocken Fassaden aus Tuffstein, die besonders im warmen Abendlicht in den sch√∂nsten goldgelben Pastellt√∂nen leuchten. Wir schlenderten einfach ohne Plan oder Ziel durch die Gassen und haben einen kleinen Snack im Southeast Cafe Wine & Food zu uns genommen (ist durchaus zu empfehlen).

Ein bisschen fuhren wir noch durch den Salento, zur Grotta della Poesia und an irgendeinen Strand. √úberhaupt gibt es die sch√∂nsten Str√§nde Apuliens im Salento (oder im Gargano, aber der ist schon wieder ganz im Norden) und ich h√§tte gerne mehr von dieser vertr√§umten Halbinsel gesehen. Bei der weiten Entfernung von unserer Unterkunft hat es aber f√ľr mehr als einen Tagesausflug nicht gereicht. Weitere St√§dte, die ich gerne gesehen h√§tte: Galatina und Otranto.

Alberobello

¬†Im touristisch noch nicht sehr erschlossenen Apulien war Alberobello die Attraktion, die den meisten Besucherandrang hatte. Die „Hauptstadt der Trulli“ geh√∂rt sicherlich zum „must-see“ in Apulien und bietet wirklich hunderte sch√∂ne Fotomotive. Reihe and Reihe dr√§ngen sich die kleinen Rundh√§user und bilden malerische Gassen. So richtig in ihnen wohnen tun zumindest in Alberobello nur noch Wenige, stattdessen werden in ihnen meist kitschige Souvenirs verkauft. Und auch sonst gibt es in Alberobello, vornehmlich in den neueren Stadtteilen, nette Lokals und Gelaterie.

Polignano a Mare

Polignano a Mare lag nicht weit von unserer Unterkunft und so fuhren wir gleich zweimal hin, einmal tags√ľber und einmal abends. W√§hrend Polignano am Nachmittag eher verschlafen (aber sehr fotogen) dalag, erwachte es am Abend regelrecht zum Leben. Menschen jeden Alters wuselten dichtgedr√§ngt √ľber Pl√§tze und mit Laternen geschm√ľckte Gassen, die Restaurants und Bars waren prall gef√ľllt. In Polignano gibt es ein paar sch√∂ne L√§den und viele Einkehrm√∂glichkeiten. Die Stadt selbst thront direkt an einer Steilk√ľste √ľber der Adria und viele Gassen f√ľhren immer wieder zu Aussichtspunkten mit Blick √ľber’s Meer und entlang der sich am Felsen klammernden Hausfassaden. Hier gibt es auch dieses ber√ľhmte Restaurant, welches in einer der Grotten unter den Felsen eingebettet ist (Ristorante Grotta Palazzese), aber der hohe Preis (5-G√§nge deutlich √ľber 100 Euro) waren uns die Atmosph√§re nicht wert. ¬†Ber√ľhmt ist Polignano auch f√ľr seinen Strand (Foto oben) der wie ein kleiner Fjord zwischen zwei Felsen liegt und immer gut besucht ist.

Ostuni

Ostuni -la citt√† bianca- die wei√üe Stadt, thront hoch auf drei H√ľgeln und l√§sst einen schon w√§hrend der Anfahrt mit dem Auto staunen. Mitten in einer weiten Ebene voller Olivenhaine erhebt sich Ostuni wie eine Traumgestalt und wird immer beeindruckender je n√§her man kommt. Die Altstadt ist der Inbegriff wei√ügekalkter H√§user, wie man sie √ľberall in Apulien findet. Fast schon geblendet von dem vielen wei√ü inmitten der Mittagshitze irrten wir durch unz√§hlige verwinkelte Gassen, in denen es nach Reinigungszeug und dann ab mittag auch nach Pasta gerochen hat. An der ein oder anderen Ecke sa√üen italienische Omas, die freundlich gegr√ľ√üt haben.

Locorotondo

Schlie√ülich waren wir noch in Locorotondo, einem wirklich schmucken St√§dchen nahe Alberobello. Auch hier fanden wir uns wieder in engen Gassen wieder. √úberall auch Blumen, vor allem rote und rosane Geranien. Hier gibt es ein kleines, sehr einfaches Restaurant, das wirklich (so stelle ich es mir zumindest vor) apulische K√ľche zubereitet. In der Taverna del Duca gibt es die typischen Orechiette (f√ľr Apulien charakteristische „√Ėhrchennudeln“) in einer wunderbar fruchtigen Tomatensauce und zum Nachtisch einen warmen Zitronenkuchen. Alles ohne viel Schnick Schnack mit zerfledderter Men√ľkarte und Plastegriffen am Geschirr.

Info

Anreise:

Mitunter etwas schwierig, je nach Ausgangslage. Ryanair fliegt Bari an, z.B. von Frankfurt Hahn, einige Flieger gehen auch nach Brindisi. Es empfiehlt sich unbedingt ein Auto zu mieten, da die Sehenw√ľrdigkeiten doch etwas verstreut liegen und man so einfach viel spontaner ist, der Nahverkehr ist offenbar auch nicht so gut ausgebaut.

Unterkunft:

W√§hrend meiner Recherche habe ich unz√§hlige richtig sch√∂ne Unterk√ľnfte gefunden, davon viele in Masserien, also in alten und auf Vorderwann gebrachten Gutsh√§usern (ungef√§hr mit einer Finca auf Mallorca zu vergleichen) und eben auch einige Trulli-Unterk√ľnfte. Es waren allerdings auch sch√∂ne Hotels dabei.

Wir wohnten im Lemoredinella Bed & Breakfast, was ich w√§rmstens empfehlen kann. Einen extra-Beitrag dazu soll es in K√ľrze an Ort und Stelle geben.

Was ich noch gefunden (aber selbstverständlich nicht getestet) habe und auf meiner Liste stand:

  • Suite10 ¬†– stylishes Hotel direkt in Polignano a Mare (aber ohne Pool und ewas teurer)
  • Furnirussi Tenuta – Hotel im Luxussegment mit 5 Sternen, wahnsinnig toller Pool!
  • Masseria Palombara Resort & SPA – Urlaub in einer Masseria mit wundersch√∂ner Location, wohl eher etwas privater da eher B&B-Charakter und minimalistisch gehalten. Kein TV, WLAN laut Bewertungen nicht √ľberall gut. War meine zweite Wahl.
  • Masseria Garappa – hier wollten wir eigentlich essen gehen aber es war an dem Tag geschlossen. Man konnte aber von aussen schon erkennen, dass es sich um eine sehr sch√∂ne Anlage handelt mit tollem Poolbereich. Laut Website Unterkunft zum Verlieben.
  • Leonardo Trulli Resort – direkt in Locorotondo! Leider waren die Trulliunterk√ľnfte schon ausgebucht aber auf den Bilder alles sehr schick.
  • ….und es gibt noch so viel mehr!
Reisezeit:

Wir waren in der ersten Juniwoche da und ich fand es schon grenzwertig hei√ü mit etwa 28-30 Grad und praller Sonne (hat sich eher wie 35 Grad angef√ľhlt tags√ľber). Wenn man nur am Pool oder Strand liegen m√∂chte es sicher okay auch im Hochsommer nach Apulien zu fahren aber ich w√ľrde davon abraten. Ich denke im Juli/August haben auch die Italiener bzw. ganz Europa mehr oder weniger Ferien und die Str√§nde sind dann sicherlich √ľberf√ľllt. W√ľrde ich nochmal fahren, w√ľrde ich etwas fr√ľher, vielleicht im Mai oder aber ganz am Ende des Sommers im September fahren.

Test

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